Flüchtlinge, die zukünftigen Ingenieure – ein medialer Blödsinn

HSH+S, 19.10.15: Natürlich weiß die aufgeklärte Bevölkerung, dass Politik und (politisch gesteuerte) Medien „unseren gesellschaftlichen Nutzen“ der Flüchtlingswanderung verzerrt und weit positiver darstellen, als dies der Fall sein sollte. Auch die Wissenschaft stellt migrations-bezogene Analysen gerne geschönt dar – man kennt das ja aus Vertriebspräsentationen ;).

Dass die heute nach Deutschland einwandernden Flüchtlinge aber den Nachwuchsmangel im Ingenieurbereich von morgen ausgleichen werden ist völliger Humbug. Selbst die Eliten dieser Herkunftsländer, Ärzte und Ingenieure, haben ein durchschnittlich 6-8 Semester schlechteres Bildungsniveau aus Schule und Studium. Also selbst diese Zielgruppen verfügen nicht nur über eine sehr viel schlechtere Allgemeinbildung, sondern darüber hinaus sind diese mit komplexen Prozessen, Projekten, Instrumenten und Technologien oft völlig überfordert. Gar nicht zu reden von kulturellen Unterschieden, Gewohnheiten und Sprachproblemen.

Die Politik von Frau Merkel – die Flüchtlinge mit offenen Armen zu empfangen – ist ein kalkulierter internationaler und persönlicher Imagegewinn im Hier-und-Jetzt während wir, d.h. die Bevölkerung Deutschlands, diese vielfältigen Lasten sehr lange und sehr unangenehm zu spüren bekommen werden. Ich sehe in dieser Völkerwanderung bezogen auf den Nachwuchsmangel und das Thema Bildungspolitik per se überhaupt keinen Vorteil für Deutschland, im Gegenteil.

Das mittel- und langfristige Ergebnis wird sein, dass die Reduzierung von Standards und die Vermeidung objektiver Leistungstests in der Bildungspolitik zur täglichen Übung werden (müssen), denn wenige Lehrer, auch Dozenten bis zum Professor, müssen sich die kommenden Jahre mit vielen zusätzlichen unterqualifizierten Schülern und Studenten beschätigen. Selbstverständlich wird diese Entwicklung unter Zuhilfenahme der „politisch engagierten“ Medien mehrheitlich verschwiegen oder missverständlich dargestellt werden.

Volkswirtschaftlich gesehen ist diese Völkerwanderung für das Bildungsniveau, die Bildungspolitik Deutschlands und im weiteren für Europa ein großes Risiko. Denn, je schlechter das „Humankapital“ einer Gesellschaft, desto weniger Fortschritt, Wohlstand, desto weniger Demokratie, Gleichberechtigung für Frauen, Homosexuelle, Intellektuelle usw., Freiheit und Rechtsempfinden.

Eine Lösung könnte das amerikanische Modell bieten, doch hierzu wäre eine schnelle Einigung aller EU-Staaten notwendig. Den Nachwuchsmangel werden die Flüchtlinge realistisch nur im Niedriglohnsektor abmildern, in qualifizierten und für Deutschland sehr wichtigen innovativen Branchen wird es wohl einige Generationen dauern. Und das bei der gerade entstandenen Bildungs-Offensive in Asien. Armes Deutschland.

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